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Rasmus

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Inhaber I Beratung

Online-Marketing 2014

Online-MarketingBeim Online-Marketing befinden wir uns momentan an der selben Stelle wie bei den Internetseiten vor 14 Jahren. Die Frage steht im Raum, ob wir eine Online-Marketing Strategie brauchen oder nicht? Es dürfte Sie nicht überraschen, dass es meiner Meinung nach für KMUs durchaus Sinn macht, sich erstens mit Online-Marketing zu beschäftigen und zweitens eine Online-Marketing Strategie zu erarbeiten. Aber wieso?

Gefunden werden
Das Internet bietet mittlerweile soviele Informationen u.a. in Form von Internetseite, dass man als KMU bereits wieder um die Aufmerksamkeit der Kunden buhlen muss. Diesbezüglich unterscheidet sich die Online-Welt also nicht gross von der«realen» Welt. Aber die Menschen ticken anders. Sie holen sich die Infos selber, sie teilen Informationen und sie mögen aufdringliche Werbung nicht. Marketing im Internet muss smarter sein, mehr auf den Kunden eingehen.

Deswegen ist es wichtig:

  • dass Sie als KMU bei Google gefunden werden.
  • dass Sie Newsletter mit relevanten Kundeninfos verschicken und nicht nur Produkte-Informationen und Eigenlob.
  • auf Anfragen oder Reklamationen im Internet prompt und ernsthaft zu reagieren.
  • zu beobachten, ob über die Firma im Internet gesprochen wird.

Deswegen muss der Kunde das Gefühl bekommen, dass Sie genau verstehen was er will.

Wissen,  was Online-Marketing kann
Und darum empfehle ich Ihnen: beschäftigen Sie sich mit Online-Marketing. Überlegen Sie, was Sie Ihren Kunden im Socialweb bieten können, wie Sie Ihren Kundendienst webtauglich gestalten können, wie Sie gefunden werden wollen bei Google und was für wichtige Informationen Sie über eine so tolle Möglichkeit wie den Newsletter rüberbringen möchten.

Nun kommt natürlich gleich die nächste Befürchtung:  Ist Online-Marketing nicht wieder ein Fass ohne Boden, welches kaum überprüfbaren Nutzen bringen soll? Da kriegen Sie von mir ein klares NEIN.  Budgets können clever eingesetzt werden und der Nutzen kann jederzeit überprüft werden. Eine Online-Marketing Strategie ist auch kein starres Gebilde, vielmehr kann sie jederzeit den Umständen und dem zur Verfügung stehenden Budget angepasst werden. Sie kann zudem sehr gut auf Ihre Zielgruppe ausgerichtet werden.

Und paradoxerweise fängt Online-Marketing schon bei der eigenen Homepage an.

Der Digitale Wandel ist schon da

Neulich bin ich mit meinen Kindern essen gegangen. Wir haben darüber gesprochen, dass dieser Raum, in dem wir assen, zuerst ein Kino war und danach ein CD-Laden. Beim Stichwort CD-Laden kam die, für mich, überraschende Frage. «Papa, was ist ein CD-Laden?».  Mir ist nicht bewusst, dass ich mit meinemSohn noch nie in einem Laden war, der ausschliesslich CDs verkauft, dies obwohl ich in mehreren solcher Läden gearbeitet habe. Unbewusst hat sich also das Digitale ins Leben eingeschlichen, mein Sohn weiss zwar was eine CD oder Kassette ist, aber wenn er Musik hört, dann auf seinem Ipod.

Haben Sie sich schon mal Gedanken gemacht, wie sich das digitale Zeitalter auf Ihre Branche auswirken wird? Nicht nur, ob Ihre Dienstleistung durch die neuen Möglichkeiten beeinträchtigt wird, dies ist lediglich ein Aspekt – vielmehr, wie die Leute in Zukunft auf Ihre Dienstleistung aufmerksam werden? Meine Kinder leben bereits jetzt in einer digitalen Welt (zum Glück haben wir neben unserem Haus einen Kuhstall, der komplett analog funktioniert). Sie hatten noch nie ein Telefonbuch in den Händen. Musik hört meine Tochter bereits über Spotify. Wenn ich mir etwas kaufe, recherchiere ich zuerst im Internet und frage über Twitter und Facebook nach Tipps. Kundendienst erwarte ich rasch und eigentlich über das Internet. Informationen über eine Firma und Dienstleistungen sollten jederzeit verfügbar sein. Die dadurch geschaffene Transparenz schafft Vertrauen.

Das nächste grosse Ding steht bereits in den Startlöchern: Das Internet der Dinge. Angefangen beim Armband, das meinen Puls und meine Schritte zählt, die Glühbirne, die ich über das IPhone steuern kann bis zum Sensor in der Topfpflanze, der mir mitteilt, wann die Pflanze Wasser braucht. Diese kleine Auswahl und noch einiges mehr ist heute schon Realität.

Richtig spannend wird es, wenn wir weiter in die Zukunft blicken. So kann ich in Zukunft vielleicht meine Storen von meinem Iphone aus bedienen, der Sensor in der Wasserleitung schickt mir eine SMS wenn etwas nicht stimmt, auch die Heizung gibt mir Bescheid, wenn etwas nicht mehr richtig läuft, so dass ich nicht erst um 19 Uhr mitbekomme, dass es nicht mehr heizt, weil dann nämlich kein Monteur mehr erreichbar ist. Dieser erste Teil ist bereits im Rahmen der Liegenschaftendigitalisierung möglich und wird umgesetzt. Und natürlich der Kühlschrank, der mir mitteilt was ich auf dem Nachhauseweg noch einkaufen muss oder er bestellt es gleich selber beim Online-Shop. Was ist alles möglich, wenn wir das Auto programmieren können und es gewisse Dinge selber erledigt!

Ich will Sie auf keinen Fall erschrecken.
Natürlich können Sie die digitale Revolution, die viele im selben Atemzug mit der Industrialisierung nennen, einfach ignorieren und selbstverständlich wird sich Ihre Branche nicht von einem Tag zum anderen komplett ändern. Aber ist es nicht der bessere Weg, die Augen und Ohren offen zu halten und zumindest zu beobachten, was in der wundersamen digitalen Welt passiert? Sie können im Kleinen auch bereits anfangen, starten Sie bei Ihrem Internetauftritt und fragen Sie sich, was die nächste Generation Kunden erwartet.

Meine Kinder, also eine der nächsten Generationen, sind sowieso mitten drin und für sie ist das Digitale das Natürliche. Wie Douglas Adams sagt:
«Alles, was es schon gibt, wenn du auf die Welt kommst, ist normal und üblich und gehört zum selbstverständlichen Funktionieren der Welt.»

Update 02.09.2013: Artikel aus der Online Ausgabe von “Der Bund” - Wie Schmidt die digitale Revolution einschätzt 

Mobile Now

 

 

 

 

 

 

 

Mobile First ist schon seit Jahren das Motto von Google. Mit kleinem Denken hat das aber überhaupt nichts zu tun – eher im Gegenteil, denn in Zukunft wird es mehr mobile Geräte geben als stationäre Computer. (Im Reisswolf: Mobile Frust statt mobile first)

Bereits jetzt nutzen 60% der “normalen” Schweizer Internet-User ein Smartphone (8% mehr als noch 2012) und ca. 40% gehören zu den Heavy-Usern, die täglich ein- oder mehrmals auf ihrem Smartphone surfen.

Aber wie so oft ändert sich nicht nur das Verhalten der User, sondern auch die Erwartungen an einen Internetauftritt. So wird heute bereits von einigen Kunden eine mobile Internetseite erwartet. Gibt es keine mobile Version, wird gerade im Mobile-Bereich rasch zum nächsten Anbieter gewechselt.

«Local» ist eine weitere Stärke von Mobile. Mit einem Smartphone aber auch mit einem Tablett bin ich nicht mehr an einen Standort gebunden, sondern kann mitten in der Stadt den Anbieter eines Produktes ausfindig machen und direkt bei ihm einkaufen gehen.

Zudem hat Google letzte Woche eine kleine Bombe platzen lassen.
Mobile Auftritte werden in Zukunft relevant sein für die Platzierung in der Suche. Seiten, die keine - nach Google empfohlenen Richtlinien - mobile Seite haben, werden entsprechend schlechter gelistet in der Google Suche. (Zum Artikel auf t3n)

Wieso das? Google hat erkannt, dass viele Besucher jetzt schon mobil suchen. Hier ist die Absprungsrate bei Auftritten ohne mobile Version entsprechend höher. Also will Google mit den neuen Anforderungen dagegen halten und somit bessere Resultate für die mobile Suche liefern.

Die Investition in eine mobile Website scheint für viele KMUs noch Zukunftsmusik zu sein, für viele Kunden gehört das Smartphone mit all seinen Möglichkeiten aber heute schon zum Alltag.

Wir sind Nachrichtensender

Eine Schlagzeile, hat mich letzte Woche richtig beschäftigt, nämlich die Nachricht aus der Türkei, dass Twitter-Nutzer verhaftet wurden (Spiegel Online). Welche Macht geht von Social Media aus, wenn Menschen für Kurznachrichten, die sie posten, verhaftet werden?

 

Die Wahlen im Iran, der Arabische Frühling und jetzt die Demonstrationen in der Türkei – sind die Menschen in den letzten Jahren auf die Strasse gegangen, haben sie sich mit Hilfe von Social Media nicht nur vernetzt, sondern auch darüber nach aussen kommuniziert. In einer globalen Welt heisst nach aussen kommunizieren in die ganze Welt hinaus. Und darin liegt das Problem der jeweiligen Staaten. Zum ersten Mal in der Geschichte verlieren sie die Deutungshoheit über die Bilder, die gesendet werden. Gleichzeitig entlarvt sich die Propaganda-Maschinerie, mit der sich diese Staaten umgeben. (Kommentar von Sascha Lobo)

Durch Social Media werden wir alle zu Nachrichtensendern in Echtzeit. Was in einigen Fällen durchaus auch problematisch sein kann – wenn wir nämlich die Neuigkeiten nicht überprüfen können und sie nur posten, damit wir die ersten sind, die über irgendwas Bericht erstatten.

Mit dieser Einschränkung müssen wir wohl leben lernen und wenn wir nicht gleich auf jeden Hype aufspringen, klären sich die Falschmeldungen in den meisten Fällen von alleine auf.

Aber auch Firmen werden zu Nachrichtensendern und können auf ihren Social Media Kanälen Neuigkeiten posten ohne Hilfe der Presse. Dies sind ganz neue Spielarten für uns, für Staaten, für die Medien und für Unternehmen.

Nachtrag: Nachdem ich den Artikel verfasst hatte, kam am Abend noch ein spannender Beitrag in der Sendung 10 vor 10. Studenten organisieren Hilfstruppen über Facebook. 

Die Soziale Suche kommt – was muss ich beachten?

Vor ein paar Wochen hat Facebook seine “soziale Suche” (Graph Search)
vorgestellt. Die Suchfunktion wird nun in den nächsten Monaten weltweit
veröffentlicht.

Jedem Facebook-User wird es dann möglich sein, nach Restaurants, Läden oder Dienstleistern in der Nähe oder an bestimmten Orten zu suchen. Aber nicht nur das: Ich kann ebenfalls rausfinden, welcher meiner Freunde bereits in einem dieser Restaurants oder Shops war und natürlich auch, was er darüber meint. Dafür gibt es auf den mobilen Seiten bereits eine Bewertungs- wie auch eine Check-in Funktion.

Gerade für Restaurants bieten sich hier also ganz neue Möglichkeiten, die nicht unterschätzt werden dürfen. So kann ich nach “Italian restaurants in Zürich, Switzerland” oder nach “Vegetarian & vegan restaurants in Zürich, Switzerland my friends visited” suchen und somit ziemlich eng eingrenzen, was ich eigentlich genau suche.

Vor zwei Wochen haben wir einen Beitrag über „Facebook vs. Google“ veröffentlicht und darauf aufmerksam gemacht,  wieviel Zeit die Menschen auf derFacebook Seite verbringen. Wenn ich also schon auf Facebook bin, such ich doch auch gleich auf dieser Seite, ist doch bequem.

Mehr noch: Ich bin unterwegs und schaue kurz auf meinem Smartphone nach, welches Restaurant sich in meiner Nähe befindet. Wenn ich dann noch sehe, dass ein Facebook-Freund von mir schon mal dort war, können Sie sich vielleicht vorstellen, welches Restaurant ich ansteuere – vorausgesetzt, er hat es gut bewertet.

Was aber bedeutet dies nun für Ihr Unternehmen? Was gilt es zu beachten und was sollte gefördert werden?

Ein erster Schritt in die richtige Richtung ist das Einrichten der eigenen Facebook-Seite.
Hat man nämlich keine eigene Facebook-Seite,  erscheint man überhaupt nicht in der Facebook Suche.

Aber wie bei Google wird es auch bei Facebook um die Platzierung gehen. Vieles was
Einfluss auf die Platzierung bei der Facebook-Suche hat, können wir nur indirekt
beeinflussen.

Wichtig werden:

  • Likes (Fans der eigenen Facebook-Seite)
  • Check-ins (Fans, die ihren Freunden mitteilen, dass sie jetzt gerade bei Ihnen zu Gast sind)
  • Interaktionen (“Gefällt mir”-Klicks, Kommentare und Teilen von Beiträgen)

Das heisst, wir müssen unseren Kunden und unseren Fans relevante Informationen
bieten. News aus dem Unternehmen und der Branche, mit denen sie etwas anfangen können und die einen Mehrwert darstellen. Dann erhalten wir mehr Likes und kriegen mehr Interaktionen auf unsere Facebook-Seite.

Vor Ort sollten wir natürlich einen guten Service bieten und die Check-ins und
Bewertungen aktiv fördern, mit Hinweisen auf Karten oder Aushängen, um somit mehr Check-ins und gute Bewertungen zu bekommen.

Unterstützend können sich Facebook-Ads aber auch auf Angebote auswirken, welche
ebenfalls direkt bei Facebook platziert werden können. Möglich ist zum Beispiel ein
Gratisgetränk, wenn ein Kunde bei uns eincheckt und dies mit seinen Facebook-Freunden teilt.

Bing
Durch die Veröffentlichung der Facebook-internen Suchmaschine bringt sich ein weiterer
Suchmaschinen-Player in Position zum Konkurrenten Google. Hinter der Facebook-Graph
Search steckt nämlich die Microsoft Suchmaschine Bing.

Findet man bei Facebook intern keine Seite zu den eingegebenen Kriterien, wird direkt im Web weitergesucht und somit auf Bing. Dies wiederum bedeutet, dass in Zukunft auch für Bing die Suchmaschinenoptimierung wichtiger wird.

Fragen zu Facebook und Graph Search im speziellen beantworten wir Ihnen gerne.

Online Werbung

Ein Beitrag, den ich in dieser Woche gelesen habe, hat mich doch sehr erstaunt. Nicht dass die Aussagen darin völlig neu wären, aber dass sich nach wie vor nichts daran geändert hat – obwohl so viel über dieses Thema gesprochen wird – wundert mich.

Laut diesen nutzen zwar 85% der Bevölkerung das Internet und davon 79% täglich, und doch liegt der Anteil der Online Werbung lediglich bei 10-15%. Stellen Sie sich vor: Sie machen Werbung und keiner sieht hin, weil das Medium nicht mehr zeitgemäss ist. (Das unglaubliche digitale Mediennutzung- und Werbeausgaben-Paradoxon)

Auch spannend die Thesen von Facebook Kreativchef Mike D’Arcy. ”Nicht mehr der Fernseher ist der erste Schirm, sondern das mobile Gerät, mit dem wir kommunizieren und in Kontakt sind”, sagte D’Arcy. “Fernsehen wird zum Radio und läuft nebenbei.”(Daniel unser Programmierer weiss, wovon wir sprechen). Kommt hinzu, was wir letzte Woche an dieser Stelle erläutert haben. Menschen kommunizieren auf Facebook und fühlen sich hier zuhause – Online Werbung muss also in diesem neuen persönlichen Kontext funktionieren.

Auch hier also wieder ein klares Indiz, wo Werbung im 21. Jahrhundert platziert werden sollte, damit sie wahrgenommen wird – online.

Online Werbung bietet zudem weitere Vorteile:
  1. Online Werbung ist messbar. Wir können mit Hilfe diverser Analyse-Tools feststellen, was Facebook-Ads, Google AdWords oder ein Newsletter für Klicks generiert haben. Eine Kontrolle, die wir im Offline-Bereich nicht haben.
  2. Online Werbung ist nicht statisch, wir können täglich reagieren, Anpassungen vornehmen und verschlafen so keinen Trend.

Fazit: Gerade die niedrige %-Zahl hat Vorteile für Firmen, die jetzt einsteigen und Gas geben wollen. Es hat noch freie Plätze und die Chancen wahrgenommen zu werden liegen prozentual hoch :-) .

Online Marketing Wochenrückblick

 

Die Woche stand eigentlich ganz im Zeichen von Google. Mehrere neue Features für Google+, neue Speicherplatzverteilung für GMail und Google Drive und ein komplett neues Design von Google Maps. Eine Übersicht über sämtliche Google Neuerungen bietet ein Artikel bei t3n. (Google I/O – Alle neuen Produkte im Überblick) Die Frage bleibt: Wird das soziale Netzwerk Google+ attraktiver durch diese Neuerungen?

Laut einem Bericht von Nielsen beträgt die Verweildauer bei Google+ gerade mal 7 Minuten pro Monat, während Facebook mit 7 Stunden aufwartet. (Futurebiz)

Eine andere Studie zeigt, welches Netzwerk wie oft aktiv genutzt wird. Auch hier belegt Facebook mit 51% den ersten Platz, vor Google+ mit 26%. Mehr als die Hälfte der Internetnutzer war mindestens 1x pro Monat auf Facebook aktiv. (Futurebiz)

Facebook entwickelt sich also zu einem weiteren Zuhause für viele Internetnutzer, von wo aus sie die Welt des Internets erkunden. Viele User haben nach wie vor das Gefühl, Google sei das Internet. Diese Funktion erfüllt auch Facebook immer öfter. Wie sich die neue Suchfunktion von Facebook auf diese Zahlen auswirken wird, können wir nur ahnen. Was bedeutet dies für Ihr Unternehmen? Wie wichtig wird in Zukunft die Facebook-Präsenz sein?

Diese und andere Fragen werden wir in einem ausführlichen Artikel zur Facebook-Graph Search versuchen zu beantworten.

Online-Marketing auch für regionale Unternehmen?

Es ist noch nicht lange her, als wir von regionalen Unternehmen hörten: «Internet, brauch ich nicht, das ist bloss für grosse Firmen.» oder «Was soll ich 75 km für ein Kleinauftrag in der Weltgeschichte rumfahren.». Noch mehr? Einen habe ich noch: «Wir inserieren ausschliesslich in unserem regionalen Anzeiger, da werden wir gesehen.».

Diese und ähnliche Aussagen werden in der Schweiz durch Zahlen belegt. Dennoch konnte Online-Markating mit 7% Anteil am gesamten Werbemarkt Teletext, Kino, digitale Werbeflächen und Radiowerbung den Rang ablaufen. Die Schweiz liegt im europäischen Vergleich noch stark zurück. Aktuelle Studien belegen allerdings eine deutliche Zunahme der Ausgaben im Bereich Online-Marketing.

Statistik Werbeausgaben Schweiz 2011, 1. Halbjahr

 

 

 

(Quelle: Media Focus, 2011)

Nicht nur als regionales Unternehmen realisieren wir immer wieder: das Leben findet zusehends online statt. Eine Terminverbeinbarung via Facebook, top aktuelle News dank Twitter und die neuesten Ferienfotos sind rasch den Lieben Zuhause online zur Verfügung gestellt. Und mit Smartphones navigieren wir durch die Stadt, kaufen Bahntickets und Nutzen Apps für jeglich erdenkliche Anwendung.

Das Unternehmen sucht nicht den Kunden,
der Kunde sucht das Unternehmen.

Durch die zusehend stärkere Nutzung des Internets verändert sich die Verwendung der Kommunikationskanäle. Es ist bedeutend einfacher, im Internet lokal nach einem Schreiner, Schlüsseldienst oder einer neuen Wohnung lokal zu suchen als in der Zeitung oder im Telefonbuch. Die oft gehörte Meinung, das Internet sei «zu gross» für lokale Werbung im Internet, ist heute grundsätzlich falsch. Das Gegenteil ist der Fall. Ob Privatperson oder Unternehmen: die regionale Suche nach Produkten und Dienstleistungen geschieht im Internet. Hier kommt das Suchmaschinenmarketing zum Zuge. Als regionales Unternehmen ist es also wichtig, zum Beispiel mit der Suchkombination «Schreinerei Mümliswil» oder «Elektriker Langenthal» in Google & Co. gefunden werden. So findet der Kunde das Unternehmen und die geografische Geschäftsausrichtung bleibt dort, wo sie gewünscht ist. Es ist nahezu unerheblich, was verkauft oder angeboten wird, Onlinemarketing sollte ein fester Bestandteil der Marketingsaktivitäten sein.

Was ist Online-Marketing?
Einfach formuliert versteht man unter Online-Marketing alle Marketingaktivitäten, welche im Internet ausgeführt werden können. Die Online-Spielwiese ist gross und das passende Spielgerät zu finden, nicht einfach. Dabei hängt die Wahl der Disziplin von der Branche und den Marketing- oder Onlinezielen ab. Aus dem Mix erwähne ich relevante Instrumente für das regional tätige Unternehmen:

  • Suchmaschinenoptimierung:
    Optimierung der Website, dass Sie in den Suchergebnissen auf den ersten Plätzen erscheint. Idealerweise in zwei Schritten:
    Schritt 1, Optimierung der Website. Dieser Schritt ist wichtig, da oft weitere Erfolge davon abhängen.
    Schritt 2, Linkaufbau
  • Suchmaschinenwerbung
    Anzeigen, welche themenrelevant zu den Suchanfragen erscheinen. In der Regel wird pro Klick abgerechnet. Suchmaschinenwerbung kann weitestgehend geografisch abgegrenzt werden. Ideal für klare Angebote und Aktionen
  • E-Mail-Marketing / Newsletter
    E-Mail-Marketing gehört sicherlich zu den beliebtesten Anwendungen im Internet. Dabei sind E-Mails, bzw. Newsletter effizient, weil es sich hierbei um Erlaubnismarketing handelt. Das heisst, der Empfänger des Newsletters erwartet diesen, weil er ihn ausdrücklich bestellt hatte (so sollte es jedenfalls sein!). Die Erfolgskontrolle ist darüber hinaus hervorragend.
  • Social-Media
    Web 2.0: Inhalte teilen und verbreiten. Auf Facebook, Google+ und Twitter tauscht man sich auch über Produkte und Dienstleistungen aus. Ob Social Media etwas für Ihr Unternehmen ist, hängt wiederum von der Branche ab und ob Sie etwas zu sagen haben. Die landläufige Meinung Social-Media kostet nichts, ist falsch. Je nach Engagement muss in Personal investiert werden. Dabei ist das Monitoring wichtig. Anfragen, Komplimente, aber auch Reklamationen werden zusehends über Social Media abgewickelt.

Fazit
In meiner Praxis erkenne ich auf der einen Seite bei regionalen Unternehmern eine grosse Verunsicherung einerseits und Berührungsängste gegenüber Online-Marketing andererseits. Dennoch: zusehends investieren KMUs einige Prozente des Werbebudgets in Online-Marketing. Sie sind überrascht, dass sie dabei echte, konkrete Anfragen erhalten und mehr Aufträge verbuchen. Selbstverständlich mess- und kontrollierbar. Und darum geht es.

SEO-Tipp: gute Texte für künftige Kunden.

Für wen verfassen wir Texte auf einer Website? Für Google oder für potentielle Kunden? Richtig: für künftige Kunden – auf jeden Fall für die entsprechende(n) Zielgruppe(n). Wie besser und umfangreicher die Inhalte, umso mehr Nutzen hat der Leser.  Und da Google «lesen» kann, erkennt er, ob wirkungsvoll für den Benutzer geschrieben wurde. Google mag also gute Texte und Kunden mögen Tipps, Empfehlungen, Kaufberatungen und Hilfestellungen. Wichtig dabei ist die Einzigartigkeit. Also nix abkupfern – das mag Google wiederum gar nicht. Es ist dabei nicht notwendig, jede einzelne Seite innerhalb des Webauftrittes vollzutexten. Sinnvoller ist es, aufgrund der Marketingziele das Gewicht auf bestimmte Themen, Dienstleistungen, Produkte oder Produktegruppen zu legen. Also überall dort, wo Umsatz oder Leads (z,B. Anfragen) generiert werden soll.  In meiner Praxis stelle ich immer wieder fest, wie rasch eine Seite eine gute Platzierung mit guten Texten erreicht.

Viel Spass beim Schreiben.

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